Sonstiges

Mein Kind und sein Kindergarten – die Eingewöhnung

Ich habe Euch ja vor einiger Zeit geschrieben, dass wir nun mit dem Kindergarten starten. Jetzt möchte ich Euch erzählen, wie es tatsächlich gelaufen ist, wie unsere Eingewöhnung war und wie sich der große Mann mittlerweile dort macht.

Eingewöhnung Tage 1 – 3

Die ersten drei Tage haben das Kind und ich jeweils zwei Stunden im Kindergarten verbracht. Ich durfte mich mit in den Raum setzen, in dem er in Zukunft seine halben Tage verbringen wird, und war dann einfach nur da. Das Kind selbst hat mich in diesen Tagen absolut gar nicht beachtet und hatte nur Augen für die ganzen Spielsachen. Die waren natürlich viel interessanter als die, die er zu Hause hat. Neues eben… Nach den zwei Stunden sollten wir dann wieder gehen, damit er die neuen Eindrücke erstmal verarbeiten kann. Er wollte natürlich nicht gehen und hat mir das mit viel Weinen und Geschrei auch gezeigt. Das „Verarbeiten“ fand ich am Anfang, als ich das gehört habe, etwas blöd. Was sollte er da verarbeiten? Das war mir gar nicht klar, hat sich aber zu Hause dann gezeigt: Ich habe gemerkt, dass er am Abend gar nicht schlafen wollte, obwohl er im Stehen hätte einschlafen können. Ich glaube, er hatte so Vieles im Kopf und konnte das noch nicht richtig zuordnen. Ich habe dann gelernt, dass es im guttut, über den Tag verteilt öfter auf den Kindergarten angesprochen zu werden und ihn davon erzählen zu lassen.

Eingewöhnung Tage 4 bis 7

Am vierten Tag sollte ich nochmal kurz mit in den Raum kommen und mich nach einer halben Stunde von ihm verabschieden und ihm sagen, dass ich kurz einkaufen gehe und ihn bald wieder hole. Anschließend wurde ich in den Konferenzraum gebracht, in dem ich eine Stunde warten sollte. Die Leiterin des Kindergartens arbeitete nebenher und ging hin und wieder in den anderen Raum, um zu sehen, wie es ihm geht. So wie es aussah, hat er mich nicht vermisst und das war auch gut so. Nach einer Stunde bin ich zu ihm gegangen und habe ihn „abgeolt“. Ich war total stolz auf ihn und er war böse auf mich – er war mitten im Spiel und ich musste ihm sagen, dass wir jetzt gehen. So sollte er lernen, dass, wenn Mama kommt, es nach Hause geht.

Am fünften Tag sollte ich ihn morgens bringen und mich gleich verabschieden. Wir haben ausgemacht, dass ich ihn nach zwei Stunden abhole. Sollte etwas sein, dann würde man mich anrufen. Bevor die zwei Stunden vorbei waren, bekam ich einen Anruf, ob er nicht noch ein bisschen bleiben soll, es ginge ihm gut und er scheint mich nicht zu vermissen. Also habe ich ihn nach fast drei Stunden geholt und wurde mit einem gücklichen Kind belohnt. Er kam freudestrahlend auf mich zu und schien zufrieden. So konnte es nach Hause gehen. Die nächsten beiden Tage haben wir dann nochmal auf vier Stunden verlängert, auch das hat problemlos geklappt.

Das erste Mal im Kindergarten schlafen

Der große Mann war mittlerweile so weit, dass er bis zum Schluss bleiben durfte. Das hieß also auch, dass er im Kindergarten seinen Mittagsschlaf machen konnte. Kein Kind muss schlafen, jedes Kind kann. Wer nicht schlafen möchte, darf in den Garten oder in eine andere Gruppe. Ich habe der Erzieherin erklärt, dass er nicht immer Mittagsschlaf macht, aber es sehr deutlich zeigt, wenn er schlafen möchte. Das lässt sich leicht daran feststellen, dass er nach seinem Schnuller und Tuch fragt. Sie sollte ihm die Sachen einfach geben und würde dann schon sehen, ob er sich hinlegt. Als ich ihn abholen wollte, habe ich gesehen, dass erim Garten spielt und bn davon ausgegangen, dass er nicht schlafen wollte. Mir wurde dann gesagt, er sei fünf Minuten nach dem Hinlegen im Tiefschlaf gewesen und hat sich durch nichts und niemanden stören lassen. Nach einer Stunde war er wach und durfte rausgehen zum Spielen. Ich war total überrascht und habe mich richtig gefreut. Und auch der große Mann war zufrieden.

Am nächsten Tag fand ich ihn beim Abholen schlafend im Garten in der Nestschaukel vor, um ihn herum vier Erzieherinnen, damit kein anderes Kind in die Schaukel geht. Er wollte nicht ins Bett und lieber rausgehen, aber in der Schaukel hat ihn die Müdigkeit dann doch eingeholt. Auch keine schlechte Idee, an der frischen Luft einen Mittagsschlaf zu machen 🙂

Eingewöhnung geschafft

Die Eingewöhnung war geschafft und auch ungefähr so, wie ich es erwartet habe. Ich wusste zwar, dass der große Mann keine Schwierigkeiten haben wird und ich ihn auch bald alleine lassen kann, aber dass es so gut und schnell klappt, hatte ich nicht gedacht. Umso größer war der Stolz und die Freude darüber, dass er jetzt von 7.30 Uhr bis 13.30 Uhr in den Kindergarten geht und so einen neuen Alltag hat. Seitdem er in den Kindergarten geht, spielt er zu Hause viel öfter alleine und unterhält sich mit seinen Spielsachen. Er spricht wahnsinnig viel und erzählt unheimlich gerne. Er ist viel selbstständiger geworden, auch beim Essen und Trinken und er wirkt ausgegelichener. Natürlich ist er auch etwas frecher und selbstbewusster und versucht, sich bei uns durchzusetzen und reagiert dann dementsprechend, wenn wir „Nein“ sagen, aber da müssen wir jetzt als Eltern eben durch!

Ich freue mich natürlich wieder auf Kommentare. Wie lief es bei Euch? Wie lange hat die Eingewöhnung bei Euch gedauert? Geht Euer Kind in den Kindergarten oder ist es zu Hause? Schreibt mir!

Bis bald,

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