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Von der Tochter zur Mutter – es wird nicht einfacher

Von der Tochter zur Mutter

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Bild: pixabay

Wenn die Mutter etwas von der Tochter will, ist es in einem gewissen Alter schön, ab einem anderen Alter einfach nur nervig. Als Kind bzw. denkt man immer, man würde später alles anders machen als die eigene Mutter. Aber irgedwie machen wir doch alle das Gleiche und erkennen in unseren Methoden unsere Mamas wieder. Jessica erzählt heute in ihrem Gastbeitrag, wie es ihr mit ihrer Mutter ging und wie sie es jetzt mit ihrer Tochter sieht.

Als Kind einfach, als Teenie schwierig

Kind sein ist nicht immer einfach. Teenie sein ist aber noch viel schwieriger, vor allem wenn man eine Mutter hat welche total von der Rolle zu sein scheint.

Solange man als Kind angesehen wird, macht es nichts wenn man nicht immer spurt. Als Teenie jedoch sind die Ansprüche der Eltern höher. Gleichzeitig möchte man nicht mehr, wie zu Kindertagen, den Eltern gefallen oder gar mit der Mutter verglichen werden. Als Kind stöckelt man noch stolz mit den Pumps der Mutter herum, aber sobald man ein Teenie ist findet man die Kleider der Mutter uncool.

Ja es ist nicht einfach als Tochter. Man schwankt immer zwischen „ich will Liebe, wieso siehst du mich nicht“ und „hau bloss ab!“

Psychologen sind sich einig: Das ist völlig normal! Wie aus einem Psychologielehrbuch.

Hätte ich das damals gewusst, hätte ich diese turbulente Zeit ein weniger lockerer nehmen können und meine Mutter einfach beruhigt spinnen lassen.

 Erwachsen werden und sein

Als dann der Schritt ins Erwachsenendasein kam wollte ich immer noch nicht mit meiner Mutter verglichen werden.

Ich bin schliesslich ein eigenes Individuum. Unvergleichlich Einzigartig!

Die vielen Parallelen leugnete ich (manchmal tue ich das immer noch- nein stimmt nicht, ich tue es immer). Zehn Jahre nach Beendigung der pubertären Phase (die Zeit, in der meine Mutter einen Knall hatte) begann sich unser Verhältnis zu bessern. Die eine oder andere Aussprache half dabei. Tochter sein ist manchmal ganz schön anstrengend. Natürlich sagte man mir immer:

„Mama will doch nur dein Bestes!“ Aber das waren immer Dinge, die ich nicht wollte! Manchmal vielleicht einfach aus Prinzip.

 Als Mama ist alles einfacher – oder nicht?

Doch ist es als Mutter einfacher?

Ich hab keinen Plan.

Früher dachte ich, dass man doch als Mutter wissen muss, was man tut.

Mittlerweile bin ich seit über zehn Monaten selber Mutter einer Tochter. Noch nicht sehr lange, aber ich weiss jetzt schon, das es keinen Fahrplan für diese neue Rolle gibt.

Es ist ein komisches Gefühl. Man hat so viele Erwartungen, die man erfüllen möchte. Ich meine nicht jene, die Aussenstehende haben. Die sind mir egal. Die eigenen Erwartungen, das sind die, um die ich mich sorge.

Ich bin nicht mehr nur Tochter, ich bin jetzt Mutter. Ein kleines Wesen erwartet jetzt von mir, dass ich alles im Griff habe.

Ich habe mich selbst schon dabei erwischt, wie ich zu meiner Kleinen sagte, als sie gerade nicht so wollte wie ich:

„Mama will doch nur das Beste!“

UPS, das mit der Entwicklung zur typischen Mutter ging wohl schneller als ich dachte. Meinen Job als Tochter habe ich ja laut den vorhin erwähnten Psychologen gar nicht so schlecht gemacht. Jetzt habe ich die nächste Stufe erreicht, die Königsdisziplin: Mutter!

 Aus den Erfahrungen der eigenen Mutter lernen

Niemand kann voraussehen, wie es wird. Egal was ich mir vornehme oder wie ich es mir vorstelle – die Erfahrungen meiner Mutter haben mich gelehrt, dass es doch nicht so kommt wie man denkt. Wieso also der ganze Stress? Ich versuche es vorneweg zu nehmen und mich mit meiner Tochter weiter zu entwickeln. Wohin es auch immer führt.

Für mich und meine Tochter wünsche ich mir, dass wir es auch in schwierigen Zeiten schaffen, unser gegenseitiges Vertrauen und die Liebe füreinander zu erhalten.

Die Tochter einer Mutter ist jetzt Mutter einer Tochter.

 Wer ist eigentlich Jessica?

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Jessica und ihre Mutter

Jessica geht auf die 30 zu (und es wird auch die nächsten Jahre so bleiben), ist verheiratet und Mutter einer kleinen Tochter. In ihrem Haushalt leben noch drei Hunde, ein paar Fische und zwei Axolotl. Sie sagt über sich, dass sie sehr viel Freizei und Fantasie besitzt, was sie dazu gebracht hat, wieder mit dem Schreiben zu beginnen. Als Kind hat sie von ihrer Mutter gelernt, dass diese genauso viel Fantasie besitzt wie sie. Wenn ihre Mutter sie nicht zum Lesen bringen konnte, wurde sie dazu motiviert, selbst Geschichten zu erfinden und diese aufzuschreiben. Sie schreibt auf ihrem Blog kleine Geschichten, schaut einfach mal bei ihr vorbei. Hier kommt ihr auf ihre Seite.

Kommt gut ins Wochenende und schaut rein, es gibt wieder was zu gewinnen!

Simone

 

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