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Entspann‘ Dich mal! Fünf Mama-Auszeiten

„Entspann‘ Dich mal“ – ein Satz, der einen manchmal an die Decke gehen lässt.

Wer kennt das nicht, gerade in der Vorweihnachtszeit und gerade heute am Nikolaustag? Man ist gestresst, lässt es vielleicht an seinem Umfeld aus und irgendjemand sagt dann gerne mal „Entspann‘ Dich mal!“. Also wenn ich gestresst bin, dann hasse ich diesen Satz. Aber an ihm ist auch etwas dran!

Eine Erziehungswissenschaftlerin gibt Tipps

Ich freue mich wahnsinnig darüber, dass sich Stefanie bereit erklärt hat, auf meinem Blog einen Gastbeitrag zu schreiben. Sie schreibt darüber, wie wir Mamas uns ein bisschen Auszeit schaffen können bzw. müssen und ich persönlich finde, wir sollten uns das wirklich zu Herzen nehmen!

Du bist Mutter, Ehefrau, Hausfrau und vielleicht sogar noch berufstätig? Du hast also den ganzen Tag unglaublich viel um die Ohren und glaubst deshalb keine Zeit für Dich zu haben?

Doch genau aus diesem Grund sollst Du Dir kleine Oasen schaffen.

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Bildquelle: pixabay.com ©MabelAmber

Erfahrungsgemäß neigen v.a. Mütter dazu kurze Ruhepausen (z.B. wenn das Kind schläft, die Kinder draußen alleine spielen o.ä.) sofort als Auszeit zu nutzen, um aktiv zu werden. Es wird geputzt, Telefonate erledigt usw.

Das ist aber nicht sehr vorteilhaft für Dich; um zu entspannen, runter zu kommen und wieder zu Dir zu finden, solltest Du Dir bewusst und aktiv Zeit nehmen einfach mal abzuschalten. Du tankst dadurch neue Energie und bist insgesamt ausgeglichener und glücklicher.

5 kurze Mama-Auszeiten stelle ich dir heute vor. Sie sind zeitlich kurz bemessen und deshalb einfach und leicht umzusetzen und in Deinen Alltag integrierbar.

1. Mama-Auszeit: Lauf dem Stress davon

Ok, ich geb´s zu, hierfür brauchst Du ein bisschen mehr Zeit. Das ist aber auch die einzige Auszeit, für die Du mind. 45 min. Zeit brauchst.

Bewegung und Sport an der frischen Luft setzen Glückshormone frei. Außerdem bekommst du einen klaren Kopf und der Stress verfliegt.

Auch wenn Du abends gar keine Lust mehr hast und lieber auf die Couch möchtest…versuch Dich mind. 2-3 Mal die Woche aufzuraffen und geh joggen, walken oder einfach schnell spazieren.

Du wirst schnell merken, wie gut es dir tut, wie sich auch evtl. Verspannungen im Rücken lockern und du Dich gleich besser fühlst. Nach einiger Zeit wirst Du es nicht mehr missen wollen und Dich schon auf deine sportliche Auszeit freuen.

2. Mama-Auszeit: Mach´s Dir warm

Nach einem anstrengenden Tag fühlt sich oft auch der ganze Körper verspannt an und du hast vielleicht sogar Kopfschmerzen und willst einfach nur noch Deine Ruhe.

Bei mir wirkt eine warme Wärmflasche dann Wunder. Diese wohlige Wärme lässt mich sofort zu Hause ankommen und entspannen.

Du kannst Dir eine Wärmflasche z.B. in ein Kissen schieben und Dir in den Nacken legen, wenn Du dort Verspannungen spürst.

Ich persönlich bevorzuge die Wärmflasche am Bauch. Die Wärme breitet sich im ganzen Körper und in alle Glieder aus. Es mildert Verspannungen und du kannst Dich entspannen.

Dazu noch eine Tasse Deines Lieblingstees und alles ist gut :).

3. Mama-Auszeit: Tief durchatmen

Du hast das schon oft gehört, da bin ich mir sicher. Es stimmt aber einfach und deshalb erkläre ich es auch noch mal.

Wenn Du gestresst bist, unter Druck oder überfordert, dann fängst Du automatisch an flacher und schneller zu atmen. Dein Körper wird also nicht mehr optimal mit Sauerstoff versorgt und das trägt nicht gerade dazu bei, Dich besser zu fühlen.

Nimm Dir ein paar Minuten Zeit, setz dich in Ruhe und aufrecht hin, schließ Deine Augen und atme ganz tief ein. Stell Dir vor Dein Bauch und Deine Brust dehnen sich nach oben und zu den Seiten aus, weil Du soviel Luft einatmest. Sag Dir beim Einatmen im Stillen „Ich bin…“, atme dann gleichmäßig und lang aus und sag weiter „…vollkommen entspannt.“

Wenn Du das wirklich ein paar Mal (ca. 10 – 15 Mal) machst, auch wenn es sich anfangs vielleicht albern anfühlt, wirst Du merken wie du Dich merklich entspannst, der Stress und alles was Dich belastet hat langsam von Dir abfällt.

Atme Deinen Stress einfach weg. Für diese Auszeit benötigst Du nur ca. 10 Minuten.

4. Mama-Auszeit: trink und iss dich frei

Es gibt Lebensmittel, die verstärken eher noch Nervosität, Angespanntheit und Stress, wohingegen andere Dir und Deinem Körper helfen sich zu entspannen.

Setz in stressigen Alltagsphasen daher besser auf Letztere.

Wir neigen häufig dazu viel Kaffee zu trinken, wenn wir gestresst sind…Du vielleicht auch. Nur leider entspannt Kaffee eher gar nicht. Er übersäuert unseren Körper, kann die Nervosität noch mehr anregen und  sogar den Abbau von Stresshormonen behindern. Deshalb wäre es für Dein Stresslevel von Vorteil nicht mehr als 2-3 Tassen Kaffee pro Tag zu trinken.

Um mehr Energie zu bekommen, iss vor allem Vollkornprodukte, diese gehen langsam ins Blut über und liefern daher lange Energie.

Ausreichend und regelmäßig zu trinken ist sehr wichtig. Dies kann Müdigkeit vorbeugen. Wer nicht gerne trinkt oder es gerne vergisst, kann stattdessen viel Obst essen, es enthält viel Wasser und schenkt dir zusätzlich noch Vitamine.

Um Dich zu entspannen sind Bananen optimale Helferlein. Ihre komplexen Inhaltsstoffe wirken beruhigend.

Nüsse, v.a. Walnüsse, liefern viel Omega-3-Fettsäuren und diese wiederum regen die Ausschüttung von Glücksbotenstoffen (Serotonin und Dopamin) an und mindern so Stress.

Kakao aus dunkler Schokolade kurbelt ebenfalls die Ausschüttung von Serotonin an. Deshalb wird Kakao ja auch oft „Seelentröster“ genannt.

5. Mama-Auszeit: Tauch in neue Welten ein

Damit meine ich Bücher, egal ob Du eher Liebesromane, Krimis, Thriller oder Biographien magst. Schnapp Dir ein gutes Buch, zieh Dich zurück und lies.

Du kannst dabei abschalten, tauchst gedanklich in eine Geschichte oder das Leben einer anderen Person ein, und entspannst automatisch.

Und falls Du zu denen gehörst, die ungern lesen oder die es sehr anstrengt selbst zu lesen, dann leg Dir ein Hörbuch ein, schließ die Augen und hör einfach nur zu.

15-30 Minuten pro Tag sind dafür immer drin; es kostet nichts, Du musst nicht extra weg und bist trotzdem für ein paar Minuten raus aus deinem Alltag.

Noch entspannender wird es, wenn Du Dir ein Schaumbad einlässt und dich im warmen Wasser entspannst während du liest oder dir ein Hörbuch anmachst.

Genieß diese Zeit nur für Dich!

Extra-Tipp: einfach mal raus

Alle paar Wochen solltest du Dir bewusst einen ganzen Abend frei nehmen. Organisiere einen Babysitter oder sprich Dich mit Deinem Partner ab.

Triff Dich mit Deiner besten Freundin, geh essen oder ins Kino und hab für ein paar Stunden Zeit nur an Dich zu denken.

So ein Abend wirkt of Wunder und bringt dir wieder viel Energie und Zufriedenheit. Probier´s aus.

Auch wenn Dein Alltag hektisch ist und die Zeit knapp bemessen, nimm Dir täglich ein paar Minuten nur für Dich…glaub mir, es lohnt sich!
Mehr zu Stefanie Wenzlick
Stefanie Wenzlick ist Erziehungswissenschaftlerin, Medienpädagogin und selbst Mutter von 3 Kindern. Nachdem sie über 10 Jahre lang Familien und Mütter vor Ort beraten und begleitet hat, ist sie heute online tätig als Müttercoach und Erziehungsberaterin. Sie unterstützt Frauen dabei, entspannt und mit Leichtigkeit ihren vielen Rollen (Mutter, Partnerin, Freundin, Arbeitnehmerin etc.) gerecht zu werden, sich selbst nicht aus den Augen zu verlieren und trotzdem eine gute Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen.
In Ihrem Blog gibt sie praktische Tipps und Anregungen für das Familienleben und Mutter-Sein.
Mehr dazu findet ihr hier.

Was macht ihr, wenn ihr eine Auszeit braucht? Lasst es mich wissen und hinterlasst mir einen Kommentar. Gerne dürft ihr mir auch Feedback zum Artikel geben oder einfach irgendetwas loswerden, ich freue mich.

Habt noch einen schönen Nikolaustag,

Simone

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