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Erzähl‘ mal, Mama!

Viele Mamas kennen das: Die Schwangerschaft, die Geburt, die ersten Tage und Wochen danach… Entweder ist alles supertoll oder man hat das Gefühl, man hat komplett versagt. Gerade beim ersten Kind weiß man oft nicht, was einen erwartet. Oder was richtig und was falsch ist. Man ist sich auch mit Ratschlägen oft unsicher und fragt manchmal erst gar nicht nach, weil man nicht blöd dastehen will.

Dass es aber für alles eine Lösung gibt und vor allem, dass die schlechten Tage noch lange kein Anzeichen dafür sind, dass man eine schlechte Mutter ist, möchte ich euch in meiner Serie zeigen.
Ich habe einige Mamas interviewt.
Jeden Sonntag erzählt hier eine Mama von ihrem ersten Kind: Von ihrer Schwangerschaft, von der Geburt und natürlich – vom Mamasein.

Erzähl mal Logo-horz

Wie alt warst du bei der Geburt? 36
Wie hast du entbunden? Es war ein geplanter Kaiserschnitt, da mein Sohn mit dem Kopf nach oben lag
In welcher Schwangerschaftswoche kam dein Kind auf die Welt?
Acht Tage vor errechnetem Geburtstermin

Wie verlief deine Schwangerschaft? Falls du Beschwerden hattest, hast du vielleicht ein paar Tipps dagegen?
Die Schwangerschaft war super. Ich habe es genossen, als die Leute im Bus aufgestanden sind, um mich sitzen zu lassen.. 🙂 Gegen Schluß hatte ich Rückenschmerzen und Sodbrennen. Rückenschmerzen hatte ich durch Osteopathie ganz gut im Griff. Es war alles auszuhalten und nicht so schlimm. Die Freude über die Schwangerschaft hat immer überwogen.

Welche Erwartungen hattest du an die Geburt bzw. wie hast du sie dir vorgestellt? Hattest du spezielle Wünsche?
Ich habe mir eine normale Geburt gewünscht und hätte mein Kind gerne in der Geburtswanne zur Welt gebracht.

Beschreibe die Geburt in max. drei Sätzen
Geplanter Kaiserschnitt, gescheiterte Spinalanästhesie, gescheiterte Tests, daher Schmerzen beim Öffnen der obersten Bauchdecke. Nach gefühlter Ewigkeit endlich die Erlösung durch Vollnarkose. Durch die doppelte Narkose war ich einige Stunden außer Gefecht, dabei wurde nebenbei bemerkt: Falsche Lagerung meiner Wenigkeit, daher wurde der Nerv am Arm eingeklemmt (ich hatte ein Jahr lang Probleme mit der Bewegung von zwei Fingern der rechten Hand). Der restliche Tag war geprägt von Erbrechen, gegen Spätnachmittag habe ich dann erst mein Kind bewusst wahrgenommen.

Was würdest du im Nachhinein bei der Geburt anders machen?
Ich würde mich im Nachhinein für eine Steißgeburt entscheiden

Erzähle etwas von den ersten drei Tagen als Mama
Emotionen pur. Mein Sohn war durch die Geburt sehr gestresst, daher weinte er sehr viel. Im Krankenhaus war viel los, deshalb habe ich mich nicht sehr gut aufgehoben gefühlt. Ich war auch gestresst, übermüdet, aber komischerweise trotzdem überglücklich und überwältigt.

Wie war die Nachbetreuung durch die Hebamme? Würdest du deine Hebamme weiterempfehlen? Warum bzw. warum nicht? Was sollte man deiner Meinung nach bei der Suche nach einer Hebamme unbedingt beachten?
Meine Hebamme war sehr gut gewählt. Durch den Stress kam die Milch nicht richtig – aber sie hat keinen Druck gemacht.
Zwei Wochen nach der Geburt hatte ich einen Muttermundverschluß. Sie hat ihn rechtzeitig erkannt und mich ins Krankenhaus geschickt. Hätte böse ausgehen können, hätte sie nicht so gut reagiert. Ich habe mich bei ihr gut aufgehoben gefühlt.

Wie sah dein Mama-Alltag in den ersten drei Monaten aus?
Chaotisch. Nach 20 Jahren Vollzeit-Arbeit musste ich mich erstmal an die Mamarolle gewöhnen.
Erstmal war ich mit meinen körperlichen Beschwerden noch sehr beschäftigt, dann brauchte ich lange, um zwischen Stillen, Abpumpen und Fläschchen geben meinen Rhythmus zu finden. Auch dauerte es einge Zeit, bis ich mich an meinen Sohn gewöhnte! Ich habe mehr als drei Monate gebraucht, um meinen Weg zu finden.

Wie siehst du die Entwicklung deines Kindes? Hast du es oft mit anderen Babys verglichen und gemerkt, dass dein Kind noch nicht so weit ist? Wie war dein Gefühl dabei und was hast du daraus gelernt?
Klar habe ich ihn immer mit seinem Halbbruder verglichen. Bei ihm war es eine Traumgeburt, er war vom ersten Tag an tiefenentspannt. Dieses mal war alles anders. Er ist ganz anders. Er ist genau genommen der unruhigste Zipfel auf Gottes Erdboden 🙂 Kein Kind ist wie das Andere, nicht mal Geschwister. Oder wie in unserem Fall Halbgeschwister. Der Kleine ist ein Schatz, genauso wie sein Halbbruder. Wir haben aufgehört zu vergleichen und angefangen, über das Leben zu staunen. 🙂

Wo hast du dir Rat geholt, wenn du etwas wissen wolltest?
Ich habe Freundinnen mit Babys oder Kleinkindern. Mit ihnen tausche ich mich aus.

Was hat dich komplett überfordert als Mama? Gab es einen Punkt, an dem du dachtest, es geht nicht weiter? Was war das und was würdest du diesbezüglich anders machen bzw. welche Lösung hast du gefunden?
Mich hat eigentlich nur die Geburt überfordert und die Tage danach. Ich würde normal gebären.

Wie stehst du zum Thema „Impfen“? Hattest du diese Meinung schon immer oder hat diese sich durch das Kind geändert? Und warum?
Wir lassen alles impfen, so wie es unser Kinderarzt rät. Ich mache mir über mögliche „Impfschäden“ keine Gedanken.

Was möchtest du den werdenden oder frischgebackenen Mamas noch gerne sagen?
Erfreut euch an jedem einzelnen Moment der Schwangerschaft oder mit einem Baby. Haltet ihn fest, die Zeit vergeht viel zu schnell!

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