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Erzähl‘ mal, Mama!

Viele Mamas kennen das: Die Schwangerschaft, die Geburt, die ersten Tage und Wochen danach… Entweder ist alles supertoll oder man hat das Gefühl, man hat komplett versagt. Gerade beim ersten Kind weiß man oft nicht, was einen erwartet. Oder was richtig und was falsch ist. Man ist sich auch mit Ratschlägen oft unsicher und fragt manchmal erst gar nicht nach, weil man nicht blöd dastehen will.

Dass es aber für alles eine Lösung gibt und vor allem, dass die schlechten Tage noch lange kein Anzeichen dafür sind, dass man eine schlechte Mutter ist, möchte ich euch in meiner Serie zeigen.
Ich habe einige Mamas interviewt.
Jeden Sonntag erzählt hier eine Mama von ihrem ersten Kind: Von ihrer Schwangerschaft, von der Geburt und natürlich – vom Mamasein.

Erzähl mal Logo-horz

Wie alt warst du bei der Geburt? 29
Wie hast du entbunden? Per Kaiserschnitt
In welcher Schwangerschaftswoche kam dein Kind auf die Welt?
In der 38. SSW

Wie verlief deine Schwangerschaft? Falls du Beschwerden hattest, hast du vielleicht ein paar Tipps dagegen?
Meine Schwangerschaft war total relaxt. Keine Beschwerden, keine Übelkeit usw. Da ist man gern schwanger.

Welche Erwartungen hattest du an die Geburt bzw. wie hast du sie dir vorgestellt? Hattest du spezielle Wünsche?
Puh ich hatte ehrlich gesagt kaum eine realistische Vorstellung. Es war alles noch so weit weg. Bin aber immer davon ausgegangen, dass es eine normale Geburt werden würde. Oder eine Wassergeburt mit Kerzenschein. Da hatten sie diese tollen Kreißsäle mit Sternenhimmel usw. Und am Ende bin ich im sterilen OP-Saal gelandet 😆

Beschreibe die Geburt in max. drei Sätzen
Es kam alles etwas unerwartet. Kaiserschnitt und daher nicht besonders spektakulär.

Was würdest du im Nachhinein bei der Geburt anders machen?
Ich würde darauf bestehen, nicht an den Armen festgeschnallt zu werden. Das hat ziemlich viel zerstört. Wenn schon Kaiserschnitt, dann unbedingt „freier“.


Erzähle etwas von den ersten drei Tagen als Mama
Die schönsten Tage überhaupt. Voller Liebe und Dankbarkeit, aber auch surreal. Ich war plötzlich Mama. Schwanger sein ist das Eine. Aber es in den Händen zu halten?! Kann man sich nicht ausmalen, wie sehr einen sowas verändert.

Wie war die Nachbetreuung durch die Hebamme? Würdest du deine Hebamme weiterempfehlen? Warum bzw. warum nicht? Was sollte man deiner Meinung nach bei der Suche nach einer Hebamme unbedingt beachten?
Meine Hebamme war super.  Ich würde sie jederzeit nochmal nehmen. Hat sich Zeit genommen, zugehört, viele hilfreiche Tipps gegeben, die man in Büchern nicht findet.
Ich denke, das Wichtigste ist, dass die Chemie stimmt.

 

Wie sah dein Mama-Alltag in den ersten drei Monaten aus?
Zu einfach, um wahr zu sein. Ich hatte mir alles ein bisschen stressiger vorgestellt, aber natürlich ist das von Kind zu Kind anders. Er hat viel geschlafen, so hat sich für mich nicht viel verändert im Alltag. Außer, dass meine Nächte kürzer waren.

Wie siehst du die Entwicklung deines Kindes? Hast du es oft mit anderen Babys verglichen und gemerkt, dass dein Kind noch nicht so weit ist? Wie war dein Gefühl dabei und was hast du daraus gelernt?
Ja das machen wohl alle, auch wenn es Viele nicht zugeben. Sicher weiß man, Kinder entwickeln sich unterschiedlich. Wenn sie drei sind, fragt keiner mehr wann sie laufen gelernt haben. Dann können sie es und fertig. So ist es mit allen anderen Dingen auch. Die Einen lernen früher Sprechen, dafür die Anderen früher Laufen. 

Wo hast du dir Rat geholt, wenn du etwas wissen wolltest?
Bei meiner Mama, Schwiegermama und bei meinen Freundinnen.

Was hat dich komplett überfordert als Mama? Gab es einen Punkt, an dem du dachtest, es geht nicht weiter? Was war das und was würdest du diesbezüglich anders machen bzw. welche Lösung hast du gefunden?
Die Phase, wo er anfing sich auf die Schule „vorzubereiten“. Er wollte sich nie erklären lassen, wie man Stifte und Scheren hält. Durch seine Schwäche in der Feinmotrik fühlte er sich selbst als „anders“ und blockte alles ab. Das war der Punkt, wo ich mich dann dauernd fragte, ob ich in den ersten Jahren Vieles falsch gemacht habe, ihm zuviel abgenommen und geholfen habe usw. Wir haben das mit Ergotherapie in den Griff bekommen und heute, nach fünf Monaten Schule schreibt er so sauber, dass ich oft zweifle, ob er das wirklich war. 🙂
Beim nächsten Kind würde ich auf jeden Fall weniger eingreifen, sondern mehr selber machen lassen.

 

Wie stehst du zum Thema „Impfen“? Hattest du diese Meinung schon immer oder hat diese sich durch das Kind geändert? Und warum?
Für mich war das nie ein Diskussionsthema. Mein Kind war längst geimpft, als diese ganzen Anti-Impf-Kampagnen losgingen.

Was möchtest du den werdenden oder frischgebackenen Mamas noch gerne sagen?
Genießt die Zeit, lasst euch nicht zu viel reinreden sondern hört immer auf euer Bauchgefühl. Tabellen und Richtwerte sind nicht alles im Leben. 🙂

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