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Erzähl‘ mal, Mama!

Viele Mamas kennen das: Die Schwangerschaft, die Geburt, die ersten Tage und Wochen danach… Entweder ist alles supertoll oder man hat das Gefühl, man hat komplett versagt. Gerade beim ersten Kind weiß man oft nicht, was einen erwartet. Oder was richtig und was falsch ist. Man ist sich auch mit Ratschlägen oft unsicher und fragt manchmal erst gar nicht nach, weil man nicht blöd dastehen will.

Dass es aber für alles eine Lösung gibt und vor allem, dass die schlechten Tage noch lange kein Anzeichen dafür sind, dass man eine schlechte Mutter ist, möchte ich euch in meiner Serie zeigen.
Ich habe einige Mamas interviewt.
Jeden Sonntag erzählt hier eine Mama von ihrem ersten Kind: Von ihrer Schwangerschaft, von der Geburt und natürlich – vom Mamasein.

Erzähl mal Logo-horz

Wie alt warst du bei der Geburt? Bei der Geburt meiner Tochter war ich 26 Jahre alt.
Wie hast du entbunden? Da unsere Kleine in Beckenendlage lag, habe ich mich dazu entschieden, einen geplanten Kaiserschnitt machen zu lassen
In welcher Schwangerschaftswoche kam dein Kind auf die Welt?
Sie wurde in der 38+1 SSW geholt

Wie verlief deine Schwangerschaft? Falls du Beschwerden hattest, hast du vielleicht ein paar Tipps dagegen?
Die Schwangerschaft verlief sehr gut. Ich hatte kaum Beschwerden, außer extreme Rückenschmerzen schon ab ca. dem vierten Monat. Leider traute sich keiner, eine schwangere Frau zu massieren, deswegen kann man außer Wärme und ein bisschen Sport nicht viel machen.

Welche Erwartungen hattest du an die Geburt bzw. wie hast du sie dir vorgestellt? Hattest du spezielle Wünsche?
Ich hatte keine speziellen Erwartungen an die Geburt, weil ich wusste, dass am Ende sowieso alles anders kommt als geplant. Natürlich hätte ich mir lieber eine normale Geburt gewünscht, aber am Ende war mir die Gesundheit meiner Tochter wichtiger. Ich wollte kein Risiko eingehen

Beschreibe die Geburt in max. drei Sätzen
Das Gute am geplanten Kaiserschnitt ist, man kann sich den Geburtstermin aussuchen. Die Narkose wirkte sehr schnell und in nur drei Minuten war unsere kleine Prinzessin geboren

Was würdest du im Nachhinein bei der Geburt anders machen?
Da mir das Wohl unserer Tochter das wichtigste war, würde ich alles wieder so machen.

Erzähle etwas von den ersten drei Tagen als Mama
Die ersten Tage im Krankenhaus habe ich mich sehr unwohl gefühlt. Ständig kam jemand und wollte etwas, auch die vielen Besucher haben auf Dauer genervt. Erst als wir zu Hause waren, konnte ich richtig realisieren, dass ich meine Tochter in den Armen halte. Am Anfang hatte ich sehr große Angst, etwas falsch zu machen. Ich war übervorsichtig bei allem, was ich tat. Aber das hat sich schnell gelegt. Man genießt einfach die Zeit, in der die kleinen wach sind und kann nichts anderes tun, als sie den ganzen Tag anzusehen und zu schwärmen. Die Nächte waren allerding sehr gewöhnungsbedürftig.

Wie war die Nachbetreuung durch die Hebamme? Würdest du deine Hebamme weiterempfehlen? Warum bzw. warum nicht? Was sollte man deiner Meinung nach bei der Suche nach einer Hebamme unbedingt beachten?
Unsere Hebamme kam die ersten zwei Wochen ca. alle zwei Tage, um nach der Kleinen zu schauen und sie zu wiegen. Sie war immer freundlich und hilfsbereit. Man konnte Sie alles fragen. Sie hat sich auch um die Nachsorge der Kaiserschnittnarbe gekümmert und Tipps zur Wundheilung gegeben. Aber so richtig wohl habe ich mich mit ihr nicht gefühlt, deswegen würde ich sie auch nicht weiterempfehlen. Sie wollte das Ganze schnell beenden und war auch danach nicht mehr für mich erreichbar.
Man sollte auf jeden Fall früh anfangen, nach der Hebamme zu suchen. Am Besten, man lässt sich von einer Freundin beraten und wenn das leider nicht möglich ist, wie bei mir, ist ein Vorgespräch sehr ratsam.

Wie sah dein Mama-Alltag in den ersten drei Monaten aus?
In den ersten Monaten hat sich alles um die Kleine gedreht. Alle weiteren Aktivitäten und Aufgaben werden zeitlich dem Baby angepasst. Man genießt jeden Augenblick. Jede neue Bewegung. Jeden neuen Laut. Jede Veränderung. Man ist die meiste Zeit überglücklich. Aber ich möchte auch ehrlich sein: Es ist hart. Es ist nicht immer leicht und manchmal kommt man an seine Grenzen und möchte am liebsten nur davonlaufen. Man muss erst in die neue Lebenssituation reinwachsen und klar kommen. Die Nächte sind auch hart. Aber am Ende lohnt es sich, das alles auf sich zu nehmen und stark zu bleiben. Ich glaube, jede Mutter hat mal das Gefühl, nicht mehr weiter machen zu können oder keine gute Mutter zu sein. Aber solange dein Kind dich anlächelt und dir seine Liebe zeigt scheint immer wieder die Sonne.

Wie siehst du die Entwicklung deines Kindes? Hast du es oft mit anderen Babys verglichen und gemerkt, dass dein Kind noch nicht so weit ist? Wie war dein Gefühl dabei und was hast du daraus gelernt?
Jedes Kind hat seine eigene Entwicklungsuhr. Jedes Kind ist auf seine eigene Weise besonders. Deswegen muss und darf sich jedes Kind anders entwickeln. Das weiß jede Mutter und akzeptiert das so. Aber dennoch kommen manchmal Tage, an denen man sich Gedanken macht und sich fragt: „Warum kann sie das noch nicht?“. Solche Gedanken versuche ich zu ignorieren. Ich bin stolz auf jeden einzelnen Entwicklungsschritt, den meine Tochter macht. Egal ob heute, morgen oder erst übermorgen. In ein paar Jahren will keiner mehr wissen wann sie das erste mal was getan hat!

Wo hast du dir Rat geholt, wenn du etwas wissen wolltest?
Ich habe viele Bücher gelesen. Ich recherchiere viel im Internet und unterhalte mich natürlich mit anderen Mamas. Auch frage ich gerne beim Kinderarzt um Rat.

Was hat dich komplett überfordert als Mama? Gab es einen Punkt, an dem du dachtest, es geht nicht weiter? Was war das und was würdest du diesbezüglich anders machen bzw. welche Lösung hast du gefunden?
In den ersten Monaten hatte unserer Kleine oft Blähungen und hat studenlang nur geweint. In dieser Zeit war ich oft verzweifelt, weil ich den ganzen Tag allein mit Ihr war, während mein Mann arbeiten musste. Ich habe mit ihr geweint und konnte nicht mehr. Ich war froh, jemanden an meiner Seite zu haben, der mich unterstützt und mir sagt, dass alles wieder gut werden wird. Ich habe viele Globuli und sonstige Techniken probiert. Aber das Beste war einfach, für sie da zu sein und ihr den Bauch zu massieren. Dennoch war ich froh als diese Phase vorbei war.

Wie stehst du zum Thema „Impfen“? Hattest du diese Meinung schon immer oder hat diese sich durch das Kind geändert? Und warum?
Beim Thema Impfen musste ich nicht viel Nachdenken. Ich lasse mich selbst regelmäßig impfen und so mache ich das auch mit meiner Tochter.

Was möchtest du den werdenden oder frischgebackenen Mamas noch gerne sagen?
Jedes Kind ist ein einzigartiges Wunder. Genieße die Zeit, denn sie vergeht sehr schnell. Lass dir von niemanden reinreden, wie du dein Kind erziehen, anziehen oder füttern sollst. Du bist die Mutter, du weißt, was gut für dein Kind ist. Mutter sein ist nicht immer einfach und kostet dich sehr viel Kraft, aber du wirst sehen, dass es sich auf jeden Fall lohnt, jedes Lächeln deines Kindes ist es wert!

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