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Erzähl‘ mal, Mama!

Viele Mamas kennen das: Die Schwangerschaft, die Geburt, die ersten Tage und Wochen danach… Entweder ist alles supertoll oder man hat das Gefühl, man hat komplett versagt. Gerade beim ersten Kind weiß man oft nicht, was einen erwartet. Oder was richtig und was falsch ist. Man ist sich auch mit Ratschlägen oft unsicher und fragt manchmal erst gar nicht nach, weil man nicht blöd dastehen will.

Dass es aber für alles eine Lösung gibt und vor allem, dass die schlechten Tage noch lange kein Anzeichen dafür sind, dass man eine schlechte Mutter ist, möchte ich euch in meiner Serie zeigen.
Ich habe einige Mamas interviewt.
Jeden Sonntag erzählt hier eine Mama von ihrem ersten Kind: Von ihrer Schwangerschaft, von der Geburt und natürlich – vom Mamasein.

Erzähl mal Logo-horz

Wie alt warst du bei der Geburt? Ich war da 33 Jahre alt 
Wie hast du entbunden? Es war eine spontane normale Geburt 
In welcher Schwangerschaftswoche kam dein Kind auf die Welt?
Genau zum Entbindungstermin, also 40+0

Wie verlief deine Schwangerschaft? Falls du Beschwerden hattest, hast du vielleicht ein paar Tipps dagegen?
Also es war eigentlich eine Traumschwangerschaft , hin und wieder mal Ischiasbeschwerden. Gegen Ende sah ich aus wie ein Elefan, überall hatte ich Wasser, aber trotzdem ging es mir gut .

Welche Erwartungen hattest du an die Geburt bzw. wie hast du sie dir vorgestellt? Hattest du spezielle Wünsche?
Also ich hatte keine große Erwartung , ich wusste durch Youtube-Filme und Erzählungen, dass es sehr schmerzhaft sein wird. Ich habe mir immer vorgestellt, es muss so oder so rauskommen und die Hebammen und Ärzte lassen einen nicht im Stich .

Beschreibe die Geburt in max. drei Sätzen
Es hat viele, viele Stunden gedauert. Das Gefühl, mitzuerleben, was für ein Wesen aus dem eigenem Leib mit eigener Kraft trotz Hammerschmerzen rauskommt, ist der Wahnsinn. Ich bin glücklich, dass ich nette und tolle Hebammen und meinen Freund an meiner Seite hatte .

Was würdest du im Nachhinein bei der Geburt anders machen?
Atmen! Das war eine reine Katastrophe. Ständig hat man mich daran erinnern müssen, wie ich atmen soll.

Erzähle etwas von den ersten drei Tagen als Mama
Ehrlich – ich habe mich null als Mama gefühlt. Ich dachte immer „hmmm , und das soll meins sein??? Wie das ??“. Andere hätten beim Anblick ihres Kindes geheult, ich war da einfach nur überfordert. Aber als ich merkte, dass das Baby auf mich reagiert, war es um mich geschehen. Kann mich echt nur schwach an die Abläufe erinnern. Die Nächte waren jedenfalls eine Katastrophe…

Wie war die Nachbetreuung durch die Hebamme? Würdest du deine Hebamme weiterempfehlen? Warum bzw. warum nicht? Was sollte man deiner Meinung nach bei der Suche nach einer Hebamme unbedingt beachten?
Ich fand meine Hebamme eigentlich ganz toll und ich würde sie auch weiterempfehlen. Allerdings war das nicht so eine Hebamme, der man sein Herz ausschütten kann. Sie hat jedenfalls ihre Aufgaben ganz gut gemacht und hat mir auch viele Tipps mitgegeben.
Ich würde jedenfalls, wenn ich nochmal eine Hebamme nehmen werde, darauf achten, dass man eine findet, wo man ernst genommen wird und man sich einfach wohlfühlt, wenn sie da ist .

Wie sah dein Mama-Alltag in den ersten drei Monaten aus?
Ich fand die ersten 3 Monate gar nicht so toll. Ich hatte Wochenbettdepressionen und kaum geschlafen. Dazu war sie ein Spuckkind und die Nächte waren eine Katastrophe, es gab viel Geschrei. Ich würde heute jedenfalls vieles anders machen.

Wie siehst du die Entwicklung deines Kindes? Hast du es oft mit anderen Babys verglichen und gemerkt, dass dein Kind noch nicht so weit ist? Wie war dein Gefühl dabei und was hast du daraus gelernt?
Ja, als meine kleine vier oder fünf Monate alt war , war ich bei der Babymassage. Alle Babys konnten beim Bauchliegen ihr Köpfchen halten und meine natürlich nicht. Meine Hebamme hat mich eindringlich drum gebeten, mit ihr das zu lernen. Ich war da echt down. Heute lache ich darüber und sage, ich werde nie wieder so einen Stress machen, denn jedes Kind hat sein Tempo. 

Wo hast du dir Rat geholt, wenn du etwas wissen wolltest?
Ich habe sehr viele Geschwister und Freundinnen mit Kindern , ich habe bei Fragen immer schnell eine Antwort bekommen

Was hat dich komplett überfordert als Mama? Gab es einen Punkt, an dem du dachtest, es geht nicht weiter? Was war das und was würdest du diesbezüglich anders machen bzw. welche Lösung hast du gefunden?
Ja, die Umstellung hat mich komplett überfordert. Ich bin gerne arbeiten gegangen und plötzlich war ich Mama und Hausfrau, immer der selbe Ablauf. Das hat mich traurig gemacht. Viele Mütter schwärmen dabei so und ich saß da und denke: „Was ist daran so schön, von morgens bis abends mit dem Kind zusammen zu sein?“.  Freunde wohnen weit weg , die Geschwister gehen arbeiten. Es ist niemand da, du hast niemanden zum Austauschen und zum Auskotzen, dann musst du immer das Kind bespaßen, jeden Tag rausgehen und auf’s Neue überlegen, was man mit seinem Kind heute noch machen könnte.
Doch: Heute will ich nicht mehr ohne meine Maus sein. Sie ist mein Ein und Alles und mein Leben. Ich gehe wieder arbeiten und habe meinen Ausgleich gefunden. Und wenn ich heimkomme, bin ich mit Leib und Seele eine ausgeglichene und glückliche Mama.

Wie stehst du zum Thema „Impfen“? Hattest du diese Meinung schon immer oder hat diese sich durch das Kind geändert? Und warum?
Ich habe mich damals mit diesem Thema überhaupt nicht auseinandergesetzt, mich hat nicht interessiert was andere darüber denken. Jetzt, wo ich Mama bin, denke ich darüber nach und habe mich für das Impfen entschieden .

Was möchtest du den werdenden oder frischgebackenen Mamas noch gerne sagen?
Man wird als Mutter geboren, folgt einfach eurem Instinkt. Wenn es der Mama gut geht, geht es dem Kind auch gut.
Und immer dran denken: Es ist nur eine Phase und es wird immer besser 🙂

 

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