Urlaub mit Baby

Der erste Urlaub als Familie

Nun komme ich endlich dazu, euch von unserem allerersten Urlaub als Familie zu berichten. Wir waren an der Nordsee 🙂

Ein paar Tage vor dem Urlaub haben wir noch Levi’s Uroma besucht und einen Abstecher zu Hauck in ihrer Nähe gemacht. Dort haben wir ungeplant Levi’s ersten richtigen Autositz gekauft und der erwies sich als megapraktisch für die erste lange Fahrt. Wir haben uns für den Varioguard entschieden und haben es bis jetzt nicht bereut. Genauere Infos gibt es hier.

Vor dem Urlaub war natürlich erstmal Packen angesagt. Was packt man ein, wenn mand das Wetter da oben im Norden nicht so genau einschätzen kann? Dass es dort immer windig ist, wussten wir ja, aber sonst…. So kam es, dass ich gefühlt den kompletten Kleiderschrank von Levi eingepackt habe und irgendwie auch die komplette Küche samt Inhalt (Steri, Gläschen, Pulver, Löffel etc.). Hilft ja nix, wenn wir dort den Notstand haben und unsere Drogerie nicht in der Nähe ist. Es sollte ja ein Urlaub werden und kein „Wo-krieg-ich-jetzt-was“-Ausflug. Unnötig zu erwähnen, dass ja noch die Sachen von Mama und Papa mitmussten. Und unser Buggy, der spätestens jetzt bewiesen hat, dass er zu uns passt. Er hat zusammengeklappt einfach optimal ins Auto gepasst und unser gesamter Hausstand fand so seinen Platz im Kofferraum.

Wir sind dann morgens um vier los, weil wir alle zwei Stunden Pause machen wollten. Alle Ratgeber warnen ja: Wehe, das Kind bleibt stundenlang in seinem Sitz! Levi meinte es aber gut mit uns und schlief fast die ganze Fahrt, wir mussten also nur Pause machen, wenn wir mal aufs Klo mussten und nutzten diese dann zum Wickeln und Füttern. Da wir ja den neuen Sitz hatten und Levi in Fahrtrichtung saß, konnte ich mich während der Fahrt umdrehen und ihm schnell etwas geben, wenn es gerade nicht anders ging.

So kam es dann also, dass wir viel zu früh und nach 770km in unserer Ferienwohnung in St. Peter-Ording ankamen. Das machte aber nix, Familie Arndt ließ uns früher in unser Urlaubsdomizil und wir konnten erstmal „chillen“. Wir waren sehr positiv überrascht, denn das Ferienhaus war wunderbar für Eltern mit Kind eingerichtet. In unserem Schlafzimmer befand sich ein Babybett, voll bezogen. Zusätzlich gab es eine Wickelkommode mit Heizstrahler und es wurden zwei Kapuzenhandtücher und ein Waschhandschuh bereitgelegt. Auf unserem Bett lag ein Stillkissen und im Eck sah man Spielzeug ohne Ende.  Im Bad stand noch eine Wäschewanne, die als Babybadewanne gedacht war, inklusive Thermometer. Es wurde wirklich an alles gedacht und mit Liebe hergerichtet.

Irgendwann wollten wir dann endlich los ans Meer. Also haben wir uns und vor allem Levi gut eingepackt und sind mit Bauchtrage losgelaufen. Wir sind auch direkt ans Meer gelaufen, Levi schien keinerlei Probleme mit dem Wind zu haben und war sichtlich entspannt und vor allem neugierig. Es gab viel Neues zu sehen und zu hören. Es wird oft behauptet, Kinder sollten am ersten Tag nicht gleich ans Meer, weil sie sich erst an den Wind gewöhnen müssten. Unsere Kinderärztin meinte, das sei Quatsch. Es könnte höchstens sein, dass die Kleinen anfangs etwas schneller atmen, weil sie den Wind so nicht kennen, aber wir könnten ruhig sofort ans Meer. Wir hatten jedenfalls keine Probleme.

Am nächsten Tag haben wir beschlossen, dass unsere Spaziergänge ans und am Meer etwas entspannter wären, wenn wir den Kinderwagen nehmen würden. Levi ist nun nicht mehr der Leichteste und so eine Bauchtrage über vier Stunden ist auch nicht so das Gelbe vom Ei. Da wir aber ungern unseren Buggy benutzen wollten aufgrund der kleinen Räder, haben wir uns für drei Euro pro Tag einen Kinderwagen mit großen Reifen gemietet und hatten so ganz entspannte Spaziergänge und Levi konnte, wenn ihm danach war, in Ruhe schlafen.

KiWa Strand

Ich möchte hier auch kurz etwas von St. Peter-Ording erzählen: Ein kleiner Ort mit vielen Reetdachhäusern, vielen Hotels und Ferienwohnungen, die alle mit Liebe gestaltet sind. Im Dorf findet man mehrere Klamotten- und Schuhläden, die hauptsächlich Ware verkaufen, die an der Nordsee sinvoll sind (Gummistiefel und Regenjacken), einen kleinen Lebensmittelmarkt, Souvenirshops, einen Bücherladen, die Therme und das Wellnesszentrum, eine Touristinfo, viele Fahrradverleiher, eine Bank, eine Apotheke, ein paar Bars und natürlich: Restaurants, Restaurants und noch mehr Restaurants. Man kann aber gemütlich durch den Ort schlendern ohne von all dem erschlagen zu werden. Die Bedienungen sind meistens sehr freundlich und wer gerne Fisch isst, ist hier im Paradies. Etwas außerhalb findet man drei große Discounter, einen Drogeriemarkt und ein paar weitere Klamottengeschäfte.

Nun also wieder zurück zum Wesentlichen: Was wir dort auch  unbedingt testen wollten, war die Sonnebrille für Babys. Ich hatte ein bisschen Bedenken, falls der Wind sehr stark sein sollte und zusätzlich noch die Sonne scheint. Die Brille gibt es mit einem Gummiband, das man verstellen kann. Sie hat sich als sinnvoll erwiesen und Levi hatte auch kein Problem mit ihr. Würde ich jederzeit wieder kaufen.

Wie man sein Kind im Urlaub am besten schützen kann, könnt ihr übrigens hier nachlesen. Dort gibt es Infos zu Sonnenbrillen, zum UV-Schutz und noch viele weitere interessante Themen.

Sonnenbrille

Natürlich waren wir auch in der dortigen Therme. Leider war das Wasser so gar nicht thermentypisch, es war irgendwie ein bisschen zu kalt. Aber Levi hatte natürlich ganz viel Spaß und wir hatten den Eindruck, dass ihm das Salzwasser so gar nichts ausgemacht hat. Im Gegenteil, er hätte wohl das Becken leergetrunken, wenn wir ihn nicht daran gehindert hätten. Auch das Wellenbad war klasse und konnte auch mit Swimy genutzt werden.
Da das Wasser, wie gesagt, etwas kalt war, haben wir uns öfters ins Babybecken gesetzt. Dort gab es ein Haufen Spielzeug und da das Wasser nur knöchelhoch war, konnten wir Levi bedenkenlos bäuchlings reinlegen. So hat er dann wohl das Robben gelernt, das konnte er danach nämlich richtig gut. Auch den Whirlpool haben wir intensiv genutzt. Und Levi schien es darin so gut zu gefallen, dass er, sitzend und angelehnt an meinen Bauch, eingeschlafen ist.

Leider waren wir insgesamt von der Therme nicht so überzeugt. Neben dem Wasser fanden wir noch die Liegen etwas doof. Das sind so Liegen, bei denen man Fuß- und Kopfteil nach oben zusammenklappt. Sie haben ausgeklappt immer diesen „Knicks“ in der Mitte. Leider kann man da nur schlecht ein Kind reinlegen.
Man muss dazu aber erwähnen, dass es hinter dem Babybecken einen sogennanten Familienbereich gibt, in dem auch Reisebetten stehen. Leider war die Ecke für uns etwas ungemütlich und wir lagen dann woanders. Vielleicht sollte man überlegen, die Reisebetten in verschiedene Ecken der Therme zu stellen.

Uns fiel auch auf, dass es in den Restaurants dort immer nur ganz wenig Hochstühle gab. Die meisten hatten zwei, maximal drei Stück. Oft haben wir keinen mehr bekommen und mussten Levi im Kinderwagen füttern. Für diesen war in den Gängen auch oft sehr wenig Platz. Wir haben oft den ein oder anderen bösen Blick kassiert, obwohl wir uns immer große Mühe gaben, so wenig wie möglich im Weg zu stehen. Ich möchte mal sehen, wie das zur Hochsaison funktioniert…

Zusammengefasst kann man sagen: Uns waren die täglichen Spaziergänge und eine gemütliche Unterkunft wichtig. Da beides wunderbar funktioniert hat, hatten wir einen tollen ersten Urlaub und können unseren nächsten gar nicht erwarten. Das Wetter war sehr wechselhaft, aber das ist halt so „da oben“. Die Heimfahrt lief wie geschmiert, Levi hat mal wieder den fast kompletten Weg durchgeschlafen und somit war das auch eine entspannte Heimreise.

Falls ich euch dazu inspiriert habe, mal an die Nordsee zu fahren und ihr wissen wollt, wie der Ort und die Therme in St. Peter-Ording so aussehen, könnt ihr hier klicken. Unsere Ferienwohnung könnt ihr hier nochmal sehen.

Wenn ihr noch etwas wissen wollt, lasst mir einfach einen Kommentar da.

Der nächste Urlaub kommt bestimmt 🙂

 

2 Kommentare

    1. Hallo Virginia,
      leider ist dein Kommentar total untergegangen und ich habe ihn erst jetzt gesehen.
      Den Wagen habe ich in einem Souvenierladen gemietet, den Namen weiss ich leider nicht mehr, allerdings kann ich dir sagen, wo der war. Wenn du am Luv&Lee-Haus stehst, siehst du ein Bekleidungs- und Schmuckgeschäft. Ganz rechts ist der Souvenierladen, da werden auch Fahrräder vermietet. In diesem gab es den Buggy.
      Liebe Grüße

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