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Buggy-Premiere

Eigentlich haben wir ja einen supertollen Kinderwagen. Man kann die Babyschale, die Wanne oder den Buggy aufsetzen, man kommt mit ihm überall hin, er hat Schwenkräder, Regenhauben… also alles, was einen guten Kinderwagen ausmacht. ABER: Er braucht die komplette linke Seite des Kofferraums (wir haben einen Kombi) und ist absolut ungeeignet für den Urlaub oder für gaaaaanz große Einkäufe. Also haben wir beschlossen, dass ein Buggy hermuss, vor allem auch deswegen, weil wir ja bald in den Urlaub fahren.

Vor zwei Wochen hatte ich etwas Langeweile und Zeit und dachte mir,“ ich gehe jetzt mal ’nen Buggy kaufen“ und habe gelernt, dass es leichter gesagt ist als getan!

Ich bin also rein in einen großen Babymarkt, steuerte direkt die Buggys an und war von der Auswahl begeistert. Es standen ca. 20 verschiedene Buggys auf ihren Podesten und wurden von ihren schönsten Seiten präsentiert. Sie strahlten in allen möglichen Farben und hatten verschiedenste Formen und jeder Einzelne schien mich so richtig anzubetteln: „Nimm‘ mich mit!“.

Da das für mich mal wieder eine Premiere war, bat ich die Verkäuferin, mir doch einfach mal ein paar vorzuführen. Mir war erstmal wichtig, dass die Lehne sich nach hinten in die Liegeposition verstellen ließ und wie klein sie zusammengeklappt aussehen. Die Liegeposition war mir deshalb wichtig, weil Levi noch nicht selbstständig sitzen kann und hinzu kommt, dass Kinder in einem Sitz-Buggy beim Schlafen gerne mal nach vorne sacken. Das wollte ich vermeiden.

Nachdem die nette Dame einige zusammengeklappt hat, kamen auf meiner Kriterienliste noch weitere Merkmale dazu:

– Die Lehne muss mit einer Hand verstellbar sein (bei manchen Buggys muss man erstmal in die Hocke gehen und mit beiden Händen links und rechts über den Rädern drücken)
– Levi soll darin gut und bequem sitzen und liegen und nicht „verloren“ wirken
– Die Bremse sollte „fußfreundlich“ sein (ich hatte zum Glück Sandalen an und manche Bremsen löst man, indem man sie mit dem Fuß nach oben drückt. Das war zum Teil nicht ganz ohne…)
– Kein weißer Stoff, auch nicht die Gurtpolster (Erklärung überflüssig…)
– In und gegen Fahrtrichtung fahrbar
– Gurtpolster sollen sich verschieben lassen
– Einfaches Zusammenklappen (vor allem für eine Frau!)

Leider konnte keines der ausgestellten Buggys alle Kriterien erfüllen und ich musste der Verkäuferin beschämt sagen, dass das  wohl nix wird. Das tat mir richtig leid, die Dame hat wirklich in der halben Stunde Hochleistungssport betrieben. Sie hat mir alle in Frage kommenden Buggys verstellt, zusammengeklappt und mich auch mal probieren lassen und keine Miene verzogen, wenn ich mich dumm angestellt habe. Anschließend hat sie alle Buggys wieder auf deren Platz gestellt. Ich habe eigentlich mit einem Quinny geliebäugelt, leider war nur der Zapp da, dieser lässt sich nicht in die Liegeposition verstellen. Also habe ich den Laden wieder verlassen und war erstmal erstaunt darüber, wie schwer eigentlich so ein Buggy-Kauf ist, damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Eine Woche später bin ich in einen etwas kleineren Laden gegangen. Ich habe mich eingelesen, war vorbereitet und hatte im Kopf meine „Das-muss-der-Buggy-haben“-Liste dabei. Ich wollte nicht nochmal eine Verkäuferin so fordern.

Ich war mittlerweile ganz auf den Quinny Zapp Xtra fixiert weil dieser alle Kriterien erfüllte und wollte ihn jetzt live sehen und ausprobieren. Ich steuerte also wieder den Buggy-Bereich an und der Quinny sprang von seinem Podest, hat mich direkt umarmt und begrüßt und mir gesagt „Hier bin iiiiiiiich“. Ich ließ mir von einer Verkäuferin zeigen, wie man ihn zusammenklappt, wie man ihn wieder aufmacht, wie er verstellt wird und wie ich ihn so stelle, dass er gegen die Fahrtrichtung fährt. Das alte Modell, der Quinny Zapp Xtra, war leider nur noch in weinrot da und hatte zudem den Nachteil, dass sich das Sitzteil nicht mit zusammenklappen ließ, man musste es vorher wegmachen. Das nimmt natürlich nochmal Platz im Auto weg.

Das neue Modell, der Quinny Zapp Xtra2, ließ sich komplett zusammenklappen (es gibt sogar Markierungen von 1-4, die man dafür nacheinander drückt bzw. zieht) und erfüllte auch alle anderen Kriterien, ich musste mich nur noch zwischen schwarz, royalblau und hellgrau entscheiden und habe dann den grauen genommen.

Zum Quinny gab es noch ein Regenverdeck, einen Aufsatz für den Sonnenschirm (Schirm nicht inklusive) , den Einkaufskorb und Aufsätze für einen Maxi Cosi mit.

 

Fotos: quinny.de
Fotos: quinny.de

Quinny1 Quinny3

 

Unser Fazit: Mit 259 € war der Quinny einer von den teuersten Buggys aber die Investition hat sich mehr als gelohnt. Klein, leicht, sehr handlich und sieht noch dazu sehr schick aus.

Jetzt muss er nur noch unseren Urlaub mitmachen, dann bin ich mehr als zufrieden und Levi auch.

Mit 6,5 Monaten lässt es sich gut darin sitzen!
Mit 6,5 Monaten lässt es sich gut darin sitzen!

 

 

2 Kommentare

  1. Mensch, was für ein schicker Wagen 🙂 ich hab als Kind meinen Buggy geliebt. Levi schaut auch extrem zufrieden in ihm aus. Scheint eine gute Wahl gewesen zu sein…

    Glg
    Limettchen

  2. Schön ich lese immer wieder gern deine Blogs. Mein Lieblings buggy is peg perego. Hatte ich bei Lovell und bei Levin wird es wieder so einer sein .

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