Die ersten 6 Monate

Levi hängt an der Flasche

Bevor ich hier erzähle, wie mein Kleiner zur Flasche kam, eine kurze Warnung an alle Über-Über-Übermütter, die das Stillen propagieren und kein Verständnis für „flaschengebende“ Mamas haben: Dieser Bericht könnte Ärger und Unverständnis auslösen, Weiterlesen auf eigene Gefahr!!

Als Levi ca. drei Wochen alt war und immer noch relativ wenig getrunken hat, war die Hebamme der Meinung, wir sollten zufüttern. Dagegen sprach meiner Meinung nach nichts und wenn der Kleine davon satt wird und es gut nimmt, dann sollte er das auch bekommen. Also sind wir losgezogen, um eine PRE-Milch zu kaufen. Die Preise reichen von 2,95 Euro bis hin zu ca. 15 Euro für eine 500g-Packung. Da ich es nicht eingesehen habe, alle drei Tage 15 Euro für einen Namen hinzublättern, entschieden wir uns für die günstigste Variante, die Eigenmarke einer Drogeriekette. Allein dafür wird man hin und wieder gefragt „Bist du dir da sicher? Willst du nicht lieber etwas mehr zahlen und was Gutes haben?“ Nein, will ich nicht und wieso sollte eine Eigenmarke nichts Gutes sein? Sie wird ja schließlich auch geprüft und getestet und auf dem Markt zugelassen, wo ist also das Problem?

Jetzt konnte es also losgehen. Nach dem Stillen weint der Kleine, weil er noch Hunger hat, also wird noch schnell eine Flasche gemacht. Pulver portionieren, heisses Wasser rein, anschließend kaltes Wasser, damit es nicht zu heiss ist (natürlich alles baby-geeignet), Deckel drauf und schwenken. Bloß nicht schütteln, Bläschenbildung und so… Zu meiner Überraschung wurde die Flasche sofort angenommen und die Milch auch, Levi war satt und zufrieden und ich war glücklich. Das haben wir dann eine zeit lang so gemacht, ich hatte Mitleid mit meinem kleinen Mann, da er seine Mahlzeit nicht einfach so lange genießen konnte, bis er satt war. Da braucht es nach der Brust nochmal Geschrei, damit Mama oder Papa noch die Flasche machen und geben und deshalb haben wir nach einer Weile entschieden, ihm nur noch die Flasche zu geben. Vor allem auch deshalb, weil mittlerweile feststand, dass ich einfach nicht mehr genug Milch hatte. Ich habe dann abgestillt und Levi war anzumerken, dass er auch mit der Flasche das bekommt, was er braucht. Wir hatten nun einen Rhythmus und vor allem konnten wir so sehen, wie viel er eigentlich immer trinkt.

Also Levi vier Monate alt war, sind wir auf 1er-Nahrung umgestiegen. Mir wurde zwar davon abgeraten, aber mein Gefühl sagte mir, dass das richtig ist. Der Grund war, dass Levi manchmal tagelang keinen Stuhlgang hatte und ich wollte ihm nicht ständig ein Zäpfchen geben. Mit der 1er-Nahrung war das Problem gelöst. Hoch lebe das Bauchgefühl 🙂

So, falls die ein oder andere Über-Mama die Warnung missachtet und weitergelesen hat: Bevor ihr einer „Flaschenmama“ sagt: „Wie? Du stillst nicht? Aber für dein Kind gibt es doch nichts Besseres!“ denkt einfach mal darüber nach, dass nicht jede Mama drei Jahre lang volle Milchtüten hat. Wenn es nicht geht, geht es nicht. Auch mit Flasche wird mein Kind groß und kann später mal mit anderen (Still-)Kindern spielen und in die Schule gehen. Und die, die nicht stillen möchten –  aus welchem Grund auch immer – kriegen ihre Kinder auch groß! Punkt.

1 Kommentar

  1. Hihi, ich hatte wohl gerade ähnliche Gedanken, habe heute genau zu diesem Thema auch einen Post online gestellt. Ich bin da ganz bei dir, es soll doch jede Frau machen, wie sie meint. Und ich kann es echt nicht mehr hören, dass das Fläschchen oder die „Kunstmilch“ böse sind und man so versucht, nicht-stillenden Mamis (und wie du schon schreibst: wenn man nicht stillt, hat man seine Gründe!) da ein schlechtes Gewissen einreden zu wollen!
    LG

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