Geburt

Ein langer Weg zur Weltpremiere

Wie man schon im Schwangerschaftsbericht lesen konnte, ist meine Fruchtblase an einem Januarabend, als die Straße zum Krankenhaus gesperrt war, geplatzt. Aber jetzt mal von vorne…

Ich wusste ja schon lange, dass mein Kind noch im Januar kommen wird und da schon der 27. Januar war, konnte es also nicht mehr lange dauern.
Ich habe den Tag noch mit einer Freundin verbracht, als mein Freund dann von der Arbeit nach Hause kam, sagte er zu mir „Du, der Kleine muss unbedingt heute kommen, ich mag morgen nicht arbeiten gehen“. Damit es vorwärts geht, war ich natürlich wieder in der Badewanne, hab mir den kleinen Zeh massieren lassen und viel Tee getrunken. Am Abend saßen wir auf der Couch und schauten fern, irgendwann wollten wir dann ins Schlafzimmer wechseln. Natürlich gehe ich davor nochmal ins Bad und aufs Klo. Da habe ich dann gesehen, dass sich mein Schleimpfropf gelöst hat und ich habe mich dann darauf eingestellt, dass es in den nächsten Tagen losgehen kann. Als ich dann aufgestanden bin, hatte ich eine Pfütze unter mir – meine Fruchtblase war geplatzt, es war der 27. Januar und 22:45 Uhr.
Im Krankenhaus angekommen wurde ich erstmal am CTG angeschlossen, von Wehen keine Spur. Im Zimmer nebenan schrie sich eine Frau die Seele aus dem Leib oder in diesem Fall das Kind aus dem Bauch … Mir wurde Angst und Bange.

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Da natürlich außer dem Fruchtwasser bei mir gar nichts lief, hat man uns erstmal ins normale Zimmer geschickt. An Schlafen war nicht zu denken, ich hatte ein unregelmäßiges Ziehen im Bauch und gehofft, es sind endlich Wehen. Um 7 Uhr sollten wir wieder in den Kreißsaal und mussten uns sagen lassen, dass sich immer noch nichts tut, wir sollen um 12 Uhr wiederkommen. Ich war natürlich schon ziemlich geschlaucht, den Tag davor lange wach gewesen, die Nacht nicht geschlafen und hatte immer wieder mit meinem Bauch zu kämpfen. Um 12 Uhr wurde mir ein Bad eingelassen, ich durfte erstmal entspannen. Man hatte die Hoffnung, dass das heiße Wasser etwas hilft. Aber auch da tat sich nichts. Mir wurden schließlich zwei Möglichkeiten angeboten: Wehencocktail trinken oder Einleiten. Ich entschied mich für den Wehencocktail, den ich dann noch in der Badewanne trinken durfte. So gegen 14 Uhr kamen dann auch endlich die Wehen, diese Schmerzen sind für mich nicht in Worte zu fassen. Ich habe mich immer daran festgehalten, dass sie nach neun Mal atmen (ich hatte da so eine eigene Technik entwickelt) wieder weg sind. Um 16 Uhr hatte ich keine Kraft mehr und wollte die PDA. Sie hat sehr schnell gewirkt und mir auch unheimlich gut getan. Ich konnte essen und trinken und Kraft sammeln und durfte wieder einigermaßen Mensch sein. So gegen 19 Uhr wurde ich an den Wehentropf gehängt, die Wirkung der PDA sollte nachlassen. Da sich leider nur wenig getan hat bzw. ich nur sehr unregelmäßige Wehen hatte, wurde die Dosis immer wieder erhöht. Irgendwann nach 21 Uhr wurde mir gesagt, dass ich bei der nächsten Wehe pressen soll, nur leider hat sich diese Wehe ziemlich viel Zeit gelassen. Das ging dann eine zeitlang so, irgendwann hat mich die Kraft verlassen und ich habe gesagt, sie sollen ihn jetzt irgendwie da rausholen. Die Saugglocke kam zum Einsatz und endlich war der kleine Mann da. Mir wurde dieses wunderschöne kleine Wesen auf die Brust gelegt, Papa durfte die Nabelschnur durchschneiden und der erste Schrei ließ auch nicht lange auf sich warten. Es war der 28. Januar, 22.21 Uhr.

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–> Die Akupunktur hat mir also nichts gebracht, ich konnte nur an zwei Sitzungen teilnehmen. Ich denke aber, dass sie mir geholfen hätte, wenn ich alle vier Sitzungen geschafft hätte.

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